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Irokesen Schnitt ist im Trend

Iro, Mohawk, Bürste, Irokese. Er ist wieder da und hat viele Namen. Amerikanische Fallschirmjäger trugen ihn im 2. Weltkrieg und etablierten ihn seitdem in der Armee als "Trendfrisur". David Beckhams Variante wurde zwar als Fake verschrien, fand aber trotzdem auf den Köpfen einer Generation seinen Platz. Die Rede ist vom Irokesenschnitt. Spätestens seit Sternchen wie Rihanna ihn zum Trend-Schnitt erhoben und er uns auf den Laufstegen der Mailand Fashionweek begegnete (u.a bei Fendi), wissen wir: Punk ist nicht totzukriegen. Das beste an diesem Haar- Trend: er passt zu fast jedem Kopf, weil er so schön wandelbar ist!

Irokese - schon immer ein wenig en vogue

Seinen Ursprung hat der Iro oder auch "Mohawk" wie er bei den Amerikanern gerne genannt wird, wahrscheinlich in der Antike. Der Helmschmuck römischer Centurios oder griechischer Hopliten (man denke an den Film "300") erinnert nicht umsonst an die Kopfbürste. Vermutlich wurde diese auf den Helmen platziert, um die Anführer optisch größer wirken zu lassen, ein klassisches Männerding, also. Bekannt wurde er durch amerikanische Indianerstämme, deren Krieger sich die Köpfe an den Seiten kahl rasierten und einen etwas längeren Streifen Haar stehen ließen. Das taten zwar mehrere Stämme, sie wurden aber einfach unter dem Begriff Irokesen zusammengefasst. Im zweiten Weltkrieg rasierten sich die "Krieger" der 101. Luftlande-Division zu Ehren Ihres halbindianischen Kommandeurs die Haare  zu Iros und trugen sogar passende Kriegsbemalung. Seitdem ist der Iro in der US-Armee ein regelrechter In-Cut.

Groß und bunt!

No future! Die Kids in der Punk-Bewegung der wollten nicht nur durch Ihre abgetragene Second-Hand-Kleidung Aufsehen erregen. Nieten wurden irgendwo in Jacken und Westen gesteckt. Man trug Eisenketten als Halsschmuck oder die sprichwörtliche Sicherheitsnadel im Ohr. Der Irokesenschnitt wurde schnell zum Erkennnungsmerkmal der Punks. Hier galt meist, je größer und bunter, desto besser. Beliebt für die Aufstellung der Haarpracht waren besonders Zuckerguss, Autolack oder eine Mischung aus Tapetenkleister und Haar-Gel. Hier war die Männerdomäne dann endgültig gebrochen. Man sah nun auch Frauen mit Iros. Auch andere alternative Subkulturen übernahmen den Irokesenschnitt von den Punks in ihr Style-Repertoire, zum Beispiel Anhänger des Gothic-Rock. In beiden Bewegungen sieht man auch heute noch gern den einen oder anderen "Spike-Head".

Punk-Fashion, punky Hairstyles

Der neue Retro-Trend für Ihre Haare hat seine Wurzeln in der wiederbelebten Punk-Mode. Stars wie Rihanna und Miley Cyrus zeigen wie man heute einen Iro trägt. Wie früher sind Iros bunt und frech und erregen Aufsehen. Trotzdem kommt der Schnitt etwas gediegener daher und weniger "shocking". Die klassische Bürste sieht man eigentlich nur noch bei subkulturell geprägten Youngsters. Den "erwachsenen" Schnitt-Varianten haben oft nur die anrasierten Seitenpartien gemeinsam, mal Raspel kurz, mal nur angedeutet. Beim Deckhaar und dem Undercut darf Ihre Stylistin ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Locken-Stylings oder Pixie-Cuts sind nur zwei Beispiele für mögliche Schnitte. Gefärbt wird allover in auffälligen Knallfarben wie Feuerrot oder Dip-Dyed. Hier kann man die Wünsche der Kunden wunderbar in die eigene Kreation einfließen lassen. Einen spezifischen Iro-Typ kann man dabei eigentlich nicht definieren. Wie intensiv man sich zu diesem Trend bekennen möchte, bespricht man am besten mit dem Friseur oder Stylisten seines Vertrauens.